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Liebesbank und Luch

Die Bezeichnung Liebesbank erweckt Neugierde.

 

Verlässt man das Dorf in westlicher Richtung, immer der Dorfstraße folgend, bis weit in den Wald hinein bevor man das Luch erreicht, sieht man links einen Wegweiser mit der Aufschrift " Liebesbank". 

Folgt man diesem, schlängelt sich ein Weg zum Steilhang des Luchs hin und dann steht man vor ihr, der Liebesbank oder besser dem Liebesplätzchen.

 

Um es gleich zu sagen: Liebe sollte man mitbringen und die Bank ist hart. 

 

Am abbrechenden Steilhang, unter Kiefern und Eichen, sieht man eine steinerne Bank samt Tisch und ein paar als Sitz behauene Steine. Im Herbst und Winter bietet sich ein wunderbarer Blick in das sich am Fuß des Steilhanges befindliche große Luch.

 

Die Liebesbank und die bemoosten Steinsitze sind behauene Findlinge, die das Transportunternehmen

Eiszeit nach Dannenwalde gebracht hat.

 

Um dem geneigten Besucher etwas mehr Bequemlichkeit zu bieten, haben Hans Merten und seine Mitstreiter, vor ein paar Jahren, schöne rustikale Bänke und einen Tisch aufgestellt.

Mit festem Schuhwerk an den Füßen kann man den steilen Abstieg ins Luch wagen und sich dann an der Weite der Luchlandschaft erfreuen.

 

Schmelzwässer formten während der Eis- und der Nacheiszeit die weite Luchebene und die steilen Hänge. Nach Abfluss des Schmelzwassers versumpfte das Gebiet und es entwickelten sich auf dem sumpfigen Untergrund Moore und ein dichter Buchenwald.

 

Friedrich der Große ließ auch hier um 1781 das Luch von Bäumen und Gestrüpp befreien, es durch Gräben entwässern und urbar machen. Damit wurde das Moor trocken gelegt und zerstört.

 

Rechtsseitig sieht man verborgen hinter Weidenbüschen und Erlenbruchwald noch die Reste des verbliebenen Flachmoores. Darin versteckt haben es sich Biber und Otter gemütlich gemacht, es schwirren Insekten und blühen Pflanzen die selten geworden sind.

 

Abgesehen von diesem kleinen Biotop, sehen wir ringsum gleichförmig bewachsene Wiesen und uns wird deutlich, wie die Jahrhunderte mit viel gutem Willen, Arbeit und hohen Kosten diese Landschaft verändert haben.

 

Das Luch hat sich in den Jahren der Kultivierung stark verändert.

 

Die Flora und Fauna im Wechsel der Jahreszeiten bei einem Spaziergang oder eine längeren Wanderung, entlang der Luchkante, zu erleben bleibt einzigartig.

 

Im sandigen Boden kann man Fußspuren der heimischen Wildarten bestimmen, Feldhasen über die Wiesen springen sehen, Füchse beim Mäuse jagen, Rehe beim äsen und wenn man ganz großes Glück hat, den Steinadler beim erspähen seiner nächsten Mahlzeit beobachten. 

 

Es ist ein einzigartiges und wunderbares Refugium in dem wir uns als Gast wohlfühlen dürfen. Deshalb bitten wir jeden Besucher seine Picknickreste wieder mit nach hause zu nehmen und in Zeiten von hohen Waldbrandgefahr achtsam mit Feuer umzugehen.

 

Die Natur, die Tiere des Waldes und wir, die sich um den Erhalt und die Pflege kümmern, Danken ihnen dafür!

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